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Liebe Entsteht Mit Der Zeit
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Der ruhige Fluss der Liebesehe, viele Paare haben ihn, schätzen ihn aber nicht. Langjährige Beziehungen gelten heutzutage als seltene Ausnahmefälle. Das liegt vor allem daran, dass viele Paare der Verliebtheit hinterherjagen, sagt Paartherapeut Holger Kuntze. Und dabei nicht merken, dass sie längst lieben. Oder ist es nicht so einfach?

Beschreibung

Spielen — Darum sollten wir es als Kinder UND als Erwachsene tun.

Wie entsteht liebe im kennenlernprozess?

Klitoris reloaded — Die lückenhafte Erforschung weiblicher Lust. Artikel Abschnitt: Was ist Liebe? Doch auch innerhalb einer romantischen Beziehung gibt es verschiedene Formen: Am Anfang sind wir Hals über Kopf verliebt, danach bleibt es im Idealfall romantisch und wird ernster, später entsteht eine tiefe Bindung zum Partner beziehungsweise der Partnerin.

Die wichtige Erkenntnis: Liebe verändert sich. Manche Menschen treibt sie in Zustände des vollkommenen Glücksandere katapultiert sie in die Depression.

37 tipps für mehr nähe in der partnerschaft

Sie verfügt über die Kraft, alle moralischen Hemmschwellen über Bord zu werfen. Aber auch das Gegenteil ist möglich: Die Liebe ist ein Gefühl mit biochemischer Grundlage und neurobiologischen Mustern, die es uns Menschen ermöglicht und vereinfacht, Bindungen einzugehen. Sie stärkt das Miteinander, erhöht evolutiv betrachtet den Paarungserfolg und die Chancen auf gesunden Nachwuchs.

Das sichert einer Spezies das Überleben. Die Liebe ist eine der einflussreichsten und trickreichsten Funktionen, die sich über Jahrmillionen in Gehirn und Körper eingebaut haben. Artikel Abschnitt: Warum lieben wir? Darüber hinaus kann die Liebe einer langfristigen Beziehung dem Nachwuchs dabei helfen, geschützt und sicher aufzuwachsen.

Irgendwann lässt die Verliebtheit zwar nach, aber die Liebesbeziehung ermöglicht uns eine Partnerschaft mit Vertrauen, Nähe und Geborgenheit — essenzielle Bedürfnisse des Menschen. Die Liebe kann das Wohlbefinden des Menschen positiv beeinflussen. Forschungen zur Biologie der Homosexualität findest du hier. Artikel Abschnitt: Können alle Menschen lieben? Doch nicht alle sind auch zu jeder Form der Liebe fähig — und sei es nur für einen gewissen Zeitraum.

Psychische Störungen wie eine Depressionaber auch Traumata können Menschen verändern und derart prägen, dass sie zunehmend beziehungsunfähig werden. Sie isolieren sich und damit fehlen wichtige Faktoren für den Aufbau einer Liebesbeziehung.

Menschen ohne Urvertrauen fällt es schwer, sich auf andere Personen einzulassen — für langfristige Beziehungen ist das ein Muss.

Mehr zum Thema Depressionen findest du hier. Artikel Abschnitt: Was passiert im Körper, wenn wir lieben? Zeigt man Paaren das Bild ihres Partners, dann sehen Forscher anhand von MRT-Aufnahmen, dass das limbische Belohnungssystem im Gehirn deutlich stärker anspringt, als dies etwa bei Freunden oder Verwandten der Fall ist.

Wie entsteht wahre liebe?

Gleichzeitig aber reduziert sich die Aktivität in anderen Gehirnarealen, etwa dem präfrontalen Cortex. Er ist für rationales Denken zuständig. Schaut man sich solche Studien an, scheint viel dran zu sein am geläufigen Spruch: Liebe macht blind. Leidenschaftliche Liebe befeuert Zustände im Körper und insbesondere im Gehirn, die einer Sucht gleichen.

Botenstoffe wie das sogenannte Glückshormon Dopamin überschwemmen unser Denkorgan. Verliebte sind euphorisch — genau wie suchtkranke Menschen. Gleichzeitig sinkt bei vielen Personen gleichzeitig der Serotoninspiegel.

Auch hier handelt es sich um eine Art Glückshormon. Doch bei Verliebtheit gleicht der Zustand eher einer Zwangsstörung, die sich in Form einer Obsession ausdrücken kann. Plötzlich sind die Verliebten nur noch auf eine einzige Person fixiert, alle Gedanken kreisen nur noch um sie. Vor allem für das soziale Umfeld oft ein genauso verwunderliches wie schmerzliches Erlebnis. Übersichtsarbeiten zeigen etwa: Nicht bei allen Personen sinkt der Serotoninspiegel, und während der Testosterongehalt bei Frauen ansteigt, sinkt er bei Männern — und: Mit der Zeit verändert sich wieder alles.

Dr. krüger, sie schreiben, dass jede zweite beziehung am nähe-distanz-konflikt scheitert. ist das der urkonflikt der liebe?

Der Hormoncocktail ist mitverantwortlich dafür, dass wir plötzlich alles ganz anders wahrnehmen und auch anders handeln. Eigentliche Denkmuster im Gehirn sind somit plötzlich überbrückt. Die Entscheidungen finden über andere Nervenbahnen statt. Doch wenn die Beziehung länger dauert, gewöhnt sich der Körper an die Rauschzustände und die Euphorie nimmt ab. Die neuronale Verarbeitung läuft immer weniger über das Lustzentrum, dafür viel mehr über ein Gehirnareal, das Gefühle verarbeitet.

Kuscheln, Knutschen und Zweisamkeit führen dazu, dass der Dopaminrausch mit mehr Oxytocin und Vasopressin ersetzt wird. Aus blindem Verliebtsein wird eine reifere Beziehung — und das lässt sich auch in Körper und Gehirn nachweisen. Artikel Abschnitt: Können wir uns in jeden Menschen verlieben?

Je stärker sich die Gene von zwei Menschen unterscheiden, desto eher finden sie sich attraktiv. Genetisch ziehen sich Unterschiede also an.

Therapeut rät zu freundschaft: "verliebtheit hat mit liebe nichts zu tun"

Das hat den einfachen Grund, dass die Natur so versucht, die Nachkommen besser gegen Krankheiten zu rüsten. Wenn diese Form der Anziehung nicht gegeben ist, hat es die Liebe zwischen zwei Personen schwerer. Allerdings können auch Charakter und Interessen von Entsteht das Gegenüber so sehr von sich überzeugen, dass sich Verliebtheit einstellt — unabhängig davon, ob nun Körpergeruch oder Aussehen dem eigentlichen Traumtypus entsprechen. Quarks Daily: Single versus Paar — So wird aus Deinem Date ein Match Artikel Abschnitt: Kann man seinen Partner ewig lieben?

Heute leben Menschen nicht mehr zusammen, weil sie es aus wirtschaftlichen Gründen müssen, sondern weil sie mit der anderen Person zusammenleben wollen. Wenn auch nur für ein paar Jahre. Viele Paare scheinen sich ihre Probleme allerdings oft nicht einzugestehen oder zu spät. Je nach Umfragen und Erhebungen vergehen so im Schnitt durchaus sechs Jahre, bis sich Paare professionelle Hilfe holen und sich zum Beispiel an einen Paartherapeuten wenden.

Bis dahin ist es möglicherweise zu spät, um wieder zueinanderzufinden. Wie lange eine Ehe hält, scheint auch einiges mit der persönlichen Vergangenheit zu tun zu haben. Scheidungskinder mit bestimmte soziale Verhaltensmuster kennengelernt der lassen sich ebenfalls überdurchschnittlich häufig scheiden. Nicht nur die Kontrolle über Glücks- und Bindungshormone gibt also den Ausschlag über den Erfolg zeit Beziehung, sondern auch Lernen, Erinnerung und Verhalten spielen eine Rolle. Immerhin: Die Psychologen liebe sich sicher, dass Spielraum besteht.

Scheidungskinder können es besser machen als ihre Eltern, dafür müssen sie aber sich und ihre Vorstellungen hinterfragen. Sie scheinen gegen den Coolidge-Effekt immun zu sein. Dieser beschreibt, wie der anfängliche Rauschzustand verfliegt und die Partner nach etwa vier Jahren plötzlich mit einer hormonellen und neurobiologischen Leere klarkommen müssen.

Das Dopamin ist verflogen, die Euphorie längst nicht mehr da, stattdessen dominiert der Alltag und etwa die Frage, warum die leere Klopapierrolle noch in der Halterung steckt.

Es vermittelt Geborgenheit und Vertrauen, reduziert Stress, Anstrengung und Aggression. Das sind die Vorzüge einer langfristigen Beziehung. Doch: Mit dem Wechsel von leidenschaftlichen Begegnungen zu vertrauter Zweisamkeit kommen viele Menschen oft nicht klar. Das fehlende anfängliche Feuer hinterlässt für sie nur eine Leere. Liebe ist nach Aussagen von Wissenschaftlern und Therapeuten oft vor allem eins: Arbeit. Eine glückliche Beziehung steht nicht von Anfang an fest und ist danach unzerstörbar.

Vielmehr muss jeder Partner einiges investierenum romantische und leidenschaftliche Gefühle, Zuneigung und emotionale Wärme auch über Jahre aufrechtzuerhalten. Der Mathematiker John Gottman versuchte, das Funktionsprinzip einer Liebe in Zahlen zu fassen — nüchterne Wissenschaft für das emotionalste Thema.

Am Ende seiner Studien kam er auf das Verhältnisdas Paaren Erfolg versprechen soll. Hatten Paare fünfmal mehr Momente positiv bewertet als negativ, dann waren sie glücklich — und blieben es auch. Auf die Art und Weise des Miteinanders scheint es anzukommen, zu diesem Schluss kommen auch andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sobald sich Partner in negativer Weise übereinander lustig machen, sich nicht mehr ernst nehmen und anfangen zu belügenbeginnt die Liebe zu verfliegen. Offenheit und Vertrauen, selbst in schwierigen Phasen, scheinen Beziehungen zu stärken.

Die Liebesforscherin Helen Fisher hat auch einen sehr praktischen Tipp für Paare: Sie sollen aus ihrem Alltag ausbrechen, ihre Routinen immer mal wieder über Bord werfen und gemeinsam Neues und Aufregendes erleben. Schon für das Kennenlernen gilt: Je mehr Aufregung und Adrenalin in dieser Situation mitspielt, desto attraktiver finden sich die Personen.

Ein gemeinsames Erleben kann ihnen dabei helfen, sich nicht zu verlieren oder auseinanderzuleben. Dabei sollten Paare trotzdem auf Freiräume achten.

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